Infos für Studenten rund um das Thema: studieren mit Kind - vom Kindergeld bis zum Urlaub mit Kind
Sozialhilfe und das Arbeitslosengeld II, kurz ALG2 (umgangssprachlich auch Hartz IV
genannt) dienen zur Grundsicherung bedürftiger Menschen, die ohne eine solche
Unterstützung nicht über die Runden kommen. In der Regel wird Sozialhilfe nicht
erwerbsfähigen Menschen (also beispielsweise solchen mit schwerer Behinderung oder
anderen Krankheiten, die eine geregelte Arbeit unmöglich machen) gezahlt, das ALG2
aber grundsätzlich erwerbsfähigen Menschen, die beispielsweise vorrübergehend ohne
Arbeit sind. Dabei stellen Studenten oftmals jedoch eine Ausnahme dar: Für sie ist im
Normalfall weder die Sozialhilfe noch das ALG2 vorgesehen, selbst bei finanzieller
Notlage.
Als Studierender befindet man sich noch in Ausbildung und hat somit entweder
Anspruch auf Bafög oder auf Unterstützung durch die Eltern (je nach Einkommen dieser).
Doch was, wenn eine Schwangerschaft oder ein neugeborenes Kind die finanzielle Situation
vollkommen durcheinanderbringen? In diesen Ausnahmefällen gibt es Regelungen, die eine
staatliche Grundsicherung auch für Studierende ermöglichen. Zu den wichtigsten
Voraussetzungen zählt dabei die außerordentliche Bedürftigkeit: Wer ein Kind hat und
womöglich noch alleinerziehend ist, aber sein Studium fortführen möchte, hat gute
Chancen auf Bewilligung eines Härtefall-Antrags. Weil eine Erwerbstätigkeit neben
Studium und Kindererziehung gerade in der ersten Zeit nach der Geburt kaum oder gar
nicht zumutbar ist, kann in diesem Fall - und wiederum unter bestimmten Voraussetzungen
- eine staatliche Sozialleistung genehmigt werden.
Doch auch bei vorrübergehender
Studienpause (durch Schwangerschaft oder Geburt) und bei gleichzeitigem Ausfall der
Grundsicherung Bafög kann ALG2 gezahlt werden. Im Rahmen der ALG2-Bewilligung besteht
dann auf Anrecht auf den sogenannten Mehrbedarf, welcher de finanziellen Belastungen
bei Schwangerschaft und Geburt abdecken helfen soll.